Unser Labrador Bruno

Bruno seit dem 15. August schon 6 Monate alt, und 4 Monate lebt er nun schon bei uns.
Keiner von uns kann sich ein Leben ohne ihn vorstellen. Es ist so schön von Bruno begrüßt zu werden, und für mich als Mama ist es auch schön wie meine Kinder sich freuen, wenn sie von der Schule nach hause kommen und als erstes nicht mehr "Hallo Mama" rufen, sondern freudestrahlend "Brunooo".


Ich hatte mir ja lange bevor wir uns für Bruno entschieden haben Gedanken gemacht welcher Hund für uns geeignet ist. Gewünscht hatte ich mir immer einen braunen Labrador, aber ist der auch geeignet für unsere Familie?

Was macht einen Labrador Retriever aus?

Aussehen
Der Labrador ist ein mittelgroßer Hund mit knapp 54 – 56 cm Schulterhöhe bei der Hündin und
56 – 57 cm beim Rüden. Sein Körperbau ist kräftig und das Idealgewicht liegt je nach Betätigungsfeld zwischen 28 -36 kg und 24 – 31 kg. Für das Erscheinungsbild charakteristisch ist der breiter Kopf und die dicke Rute, sowie das dichte kurze Fell mit wasserabweisender Unterwolle. Labradore gibt es in braun, gelb und schwarz, außerdem gibt es Labradore in Silber, Champagner und Charcoal. Diese Farben entstehen durch eine beabsichtigte Genveränderung, welche aber Gefahren birgt. Wer darüber mehr wissen möchte kann sich HIER informieren.

Als „der wahre Labrador“ wurde der Labrador 1814 vom Neufundländer unterschieden und im Verlauf des 19. Jahrhunderts in England gezüchtet, die Bezeichnung „Labrador Retriever“ wird zuerst 1870 benutzt, wobei sich „retrieve“ auf seine ausgeprägten Apportieranlagen bei der Jagd bezieht.

Bei der Rasse der Labradore haben sich zwei Zuchtlinien herausgebildet: die Arbeitslinie und die Schaulinie. Der Unterschied besteht in der kompakten Statur, welche die Arbeitslinie nicht aufweist. Labradore der Arbeitslinie haben einen leichteren Körperbau und längere Beine, sowie einem längeren Fang und einer schmaleren Brust.

Lebenserwartung
Labrador werden durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt.
Zu den typischen Erbkrankheiten zählen die Hüftgelenksdysplasie (HD) und Osteochondrosis (OCD), eine Art Verknorpelung in Gelenken und Wachstumsfugen. Auch erbliche Augenkrankheiten wie die Progessive Retina Atrophie (PRA) oder der Hereditäre Catarakt (HC) können vorkommen.

Wesen
Jetzt kommen wir zu den für mich wichtigsten Eigenschaften eines Labradors.
Ein Labrador ist ein freundlicher und offener Hund. Er ist gutmütig zu anderen Tieren, zu Menschen und zu Kindern. Wenn ich sehe wie meine Jungs mit Bruno umgehen, weil sie öfters seine Grenzen missachten bin ich immer wieder froh über seine Gutmütigkeit. Meistens warnt er lediglich mit einem deutlichen Knurren, aber da hat er meistens vorher schon eine Menge zugelassen. Es ist ja auch so schwer den Knuddelbruno nicht als Kuscheltier zu betrachten. Ein Labrador ist intelligent und lernfreudig. Er ist auf seine Familie fixiert und leicht zu führen. Ein Labrador Retriever bringt einen ausgeprägten „will to please“ mit. Das heißt, er hat das starke Bedürfnis, seinem Besitzer zu gefallen.



Das kann ich alles bestätigen, klar gibt es in der Welpen- und Junghundezeit schwierige Phasen der Erziehung, aber grundsätzlich spüre ich seine gute Wesensart. Ich habe bei Bruno noch kein aggressives Verhalten gesehen. Selbst unsere Katze lässt er in Ruhe, natürlich musste ich ihm das beibringen.

Labradore sind aktive und bewegungsfreudige Hunde. 

Auch das war für mich ein Pluspunkt für diese Rasse. Ich kann es kaum erwarten nächstes Jahr lange Spaziergänge und Wanderungen mit Bruno machen zu können. Und natürlich möchten Labradore schwimmen!


Labradore wollen allerdings auch gefordert werden, eben weil sie so intelligent und aktiv sind, sonst sind sie schnell frustriert und unterfordert. Als Aufgaben sind Dummytraining, Apportieren oder Fährtensuche geeignet.

Als Wachhunde sind Labradore gar nicht geeignet, er würde höchstens den Einbrecher solange schwanzwedelnd ablecken bis die Polizei da ist.

Was allerdings wirklich erwähnt werden sollte: Labradore sind kleine Fressmaschinen. Wenn ein Labrador nicht frisst, ist er wohl krank oder tot. Bruno findet überall Fressen. Wenn er tagsüber schläft und ich öffne den Kühlschrank dauert es keine Sekunde bis er in der Küche steht. Sobald wir essen schaut er uns an und hat einen derart hungernden Blick drauf, dass man denken könnte er würde seit einer Woche fasten. Und dabei soll man stark bleiben und ihm NICHT aus Mitleid etwas zuwerfen. Bruno so zu erziehen, dass er nur frisst was ich ihm gebe wird wohl eine Lebensaufgabe für mich! Als erstes musste ich mir angewöhnen in der Küche keine Lebensmittel mehr am Rand liegen zu haben. So sind auf wundersame Weise schon Fischfilet, Käsestücke und Chips verschwunden. Einen Labradorwelpen interessiert es auch nicht, dass eine Tüte um das Katzenfutter drumrum ist, die wird einfach mitgefressen. Ist uns tatsächlich passiert, als ich noch keinen blassen Schimmer hatte, was ich mir da ins Haus geholt hatte!

Zum Glück kommt alles wieder raus, was rein ging. Nur bei größeren Sachen sollte man als Labradorbesitzer dann den Tierarzt aufsuchen. Dort bekommt der Hund eine Spritze, die dazu führt das der Hund anfängt zu kotzen.

Das alles ist dann auch der Grund warum Bruno feste Zeiten zum Fressen hat. Er bekommt seinen Napf gefüllt, dieser ist innerhalb von Sekunden leergefressen und danach gibts nichts mehr. Denn bei Bruno gibts nicht satt sondern nur alle!

Trotz der Völlerei hat es Bruno ganz schnell in unsere Herzen geschafft. Er macht es uns, als Anfänger in der Hundeerziehung, mit seiner Ausgeglichenheit leicht. Für uns war Bruno die richtige Wahl, er ist ein wundervoller, liebevoller Familienhund und genauso gerne aktiv wie wir.
Einen Hund zu haben ist unglaublich gut für die Seele!




Kommentare

  1. Hallo, wir haben ja nun auch seit einer Woche eine kleine Labbidame bei uns und für mich ist jeder Spaziergang ein Spießrutenlauf, weil sie einfach alles frisst: Steine, Blätter, Staub, Dreck, Grad - nichts ist sicher. Ich muss ihr ständig etwas aus dem Maul holen und schaue schon immer vorher, was rumliegt. Der Tierart hat gesagt, immer Sauerkraut im Haus haben und falls sie was frisst, das nichts für sie ist, Sauerkraut unters Futter mischen. Ansonsten ist es aber eine Liebe, die noch viel schläft und ansonsten sehr übermütig ist.
    LG, Anja

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    1. Hallo Anja, entschuldige die späte Antwort, aber ich habe den Kommentar erst heute gefunden. Ja, ich kenne das, als Bruno klein war, hatte ich da auch total Stress. Unbedingt mit der Erziehung dran bleiben, es wird besser...vielleicht nicht perfekt aber besser ;-) Viel Spaß noch mit eurer süßen Labbidame :-)

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