Donnerstag, 9. Juni 2016

Motivation: Durchhalten und dranbleiben beim Sport


Vor einigen Tagen hatte ich euch geschrieben, dass ich es geschafft habe wieder mehr Sport zu machen. Das macht mir auch nach wie vor viel Spaß, auch wenn es manchmal wirklich anstrengend ist und ich morgens kaum die Augen aufbekomme. Was meinen Kindern natürlich vollkommen egal ist :-)

Früher habe ich in einem Fitness-Studio trainiert und gearbeitet. Das war eine wundervolle Zeit, die ich sehr genossen habe. Ich habe da sehr viel gelernt über meinen Körper und was man mit Sport erreichen kann. Ich habe damals viel Krafttraining gemacht, und habe auch starke Muskeln aufgebaut. Bankdrücken mit den Jungs? Kein Problem...



Dann aber war ich fertig mit meinem Studium, und meine schöne Studienzeit war vorbei. Arbeiten war angesagt. Keine Zeit mehr für Sport. In den Jahren verschwinden Muskeln und Kondition ganz schnell wieder. Klar bin ich immer mal laufen gewesen oder Mountainbiken. Aber um den Körper fit zu halten muss man ja immer wieder trainieren und an seine Grenzen gehen. Und so habe ich meine Muskeln nach und nach verloren und habe Fett dazugewonnen. Wenn ich mich mal schnell bewegen musste oder schwer tragen habe ich Jahr für Jahr gemerkt, dass meine Fitness immer schlechter wurde. Das hat mir nicht gefallen ! Aber Ausreden hatte ich viele ! Kennt ihr das ? ;-)

Hier ist eine schöne Erklärung für das was mit unseren Körper ab Mitte 30 passiert:

"Spätestens im Alter von 35 Jahren beginnt Ihr Körper außerdem, Strukturen abzubauen – das ist leider das Programm der Natur. Ihre Gefäße werden unflexibler, die Knochen verlieren jedes Jahr ein Prozent Substanz und auch die Muskulatur schwindet jährlich um bis zu zwei Prozent. Bis zum 70. Lebensjahr hat sich die Muskelmasse etwa um mehr als ein Drittel verringert – wenn wir nichts tun. Die verlorene Muskulatur wird außerdem durch kraftloses Fettgewebe ersetzt. Auf einer normalen Waage macht sich dieser Umwandlungsprozess zunächst gar nicht bemerkbar: Das Körpergewicht scheint stabil. Weil aber die Muskulatur abnimmt, verringert sich die Zahl der Mitochondrien – das sind die winzigen Kraftzellen in den Muskelzellen, die Fette in Energie umwandeln. Der Grundumsatz des Körpers nimmt also ab, während die Blutfette (Cholesterin, Triglyceride) ansteigen – und somit auch die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall. Fett statt Muskeln Das wirkt sich auch auf das Nervensystem aus. Die Skelettmuskulatur nämlich sendet Signale an das Gehirn, und diese Impulse setzen dort Neurotransmitter frei, also Substanzen, die im ganzen Körper als Botenstoffe fungieren. Je weniger Muskelsignale aber das Gehirn erreichen, desto träger wird der Stoffwechsel – ein Teufelskreis. Wer Kopf und Körper zu wenig beansprucht, schont sie nicht, sondern beschleunigt den Abbau. "


Diese Aussage habe ich in einer Lesprobe von dem Buch: "Ich mach dich fit" von Dr. Christine Theiss gefunden. Und ich möchte nicht, dass mir das passiert. Also auf geht's !


Seit Mitte Mai mache ich nun regelmäßig Sport. Und regelmäßig stelle ich mich auf die Waage, um zu sehen wieviel Gramm ich verloren habe. Nun, es ist nicht erbauend, denn auf der Waage sehe ich so gut wie gar nichts ! Warum nicht????
Sport ist ja nicht nur da um Kalorien zu verbrennen, sondern auch um Muskeln aufzubauen. Und die Muskeln helfen dann auch wieder beim Abnehmen. Das ist ganz schön schwer da durchzuhalten, wenn man abnehmen möchte. Denn man muss zum Beispiel 1,5 kg Muskeln aufbauen um dann in 8 Wochen ganze 300g reines Körperfett zu verlieren. Die Muskeln erhöhen nämlich den Grundumsatz. Daran muss man immer denken, wenn man das Ziel vor Augen hat Gewicht zu verlieren. Am Anfang kommt es vielleicht auch zu überhaupt keiner großen Gewichtsabnahme, da ja Muskeln aufgebaut werden.

Empfehlenswert ist eine Segment-Körperwaage. Diese zeigt genau an, wieviel Fett, Wasser und Muskelmasse man hat. Wenn man sich dann regelmäßig wiegt sieht man den Trend. Und man sieht dass das Muskelgewicht mehr wird und Fett weniger.

Seitdem ich meinen Körper wieder mehr fordere esse ich weniger und habe weniger Heißhunger. 
Das ist doch ein toller Nebeneffekt !

Was verbessert sich noch durch Sport?

  • ich fühle mich leichter und wacher (sobald ich meinen morgendlichen Blues überstanden habe)
  • meine Ausstrahlung wird positiver
  • meine Körperhaltung verbessert sich
  • Stabilisierung meiner Gelenke
  • positiv für mein Herzkreislaufsystem
  • meine Koordinierung wird besser
  • ich habe öfters gute Laune
  • ich habe weniger Heißhungerattacken

Und das wundervolle an unserem Körper ist, dass wir selbst mit 70 Jahren unseren Körper wieder fitter werden lassen können. Unser Körper kann solche Leistungen vollbringen. Es gibt da Studien dazu, mit älteren Menschen aus einem Pflegeheim. Die Leute sind sicher keine Marathon mehr gelaufen, aber sie könnten ihre Muskelkraft erhöhen und konnten wieder schneller laufen.

Ich bin jetzt 36 und möchte weiterhin attraktiv und gesund bleiben. Ich hoffe, dass mir meine momentan Motivation erhalten bleibt. Ich wünsche euch das gleiche und würde mich freuen, wenn ihr mir erzählt, ob ihr Sport macht. Oder ob ihr gerne Sport machen möchtet und genauso wie ich früher, es einfach nicht schafft durchzuhalten.

Der Weg zur Traumfigur ist hart, deswegen hier
meine Motivationstipps:
  • immer daran denken, warum du Sport machst, wie du dann aussiehst, und wie gesund du bist, wenn du durchhälst
  • einfach anfangen, keine langen Pausen zwischen den Pausen, damit sich der innere Schweinehund nicht breit machen kann
  • feste Termine machen
  • Sport machen, der Spaß macht. Wenn du nicht gerne läufst bringt es nichts, es zu tun, nur weil alle das machen. Ich habe joggen 100mal probiert, es funktioniert bei mir einfach nicht! Ein Opi hatte mal gemeint, ich wäre langsamer als er. Ich glaube das war das letzte Mal, dass ich joggen war ;-)
  • Abwechslung zwischen verschiedenen Sportarten hilft, damit keine Langeweile aufkommt
  • sich auch im Alltag mehr bewegen, Fahrstuhl und Rolltreppe brauchen wir nicht
  • nicht zu viel auf einmal erwarten, weder bei der sportlichen Leistung noch beim körperlichen Ergebnis
  • nicht mit anderen vergleichen, du bist du !
  • dokumentieren der Ergebnisse und Leistungen. Schreib auf wann du trainiert hast, wie schnell du warst, oder wieviel Gewicht du gedrückt hast. Schreib deine Werte (Bauchumfang, Gewicht, Muskelmasse, Fettmasse, BMI) auf, und wie positiv sie sich verändern im Lauf der Zeit
  • und dann kauf dir etwas schönes und genieß es ;-) ;-)




Das wichtigste in meinem Leben ist meine Familie - mein Mann und meine Kinder, und unser Glauben an Gott. Außerdem findest du hier leckere Rezepte, die deinen Stoffwechsel und deine Fettverbrennung anregen. Und ihr erfahrt wie man durch gesunde Ernährung und Sport abnehmen kann.